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Permakulturprojekt

In die Reihe der konkreten Projekte reiht sich nun auch der Permakulturgarten* im Schlosspark von Köniz ein. Die Idee entstand aus dem Wunsch, alternative Formen von Nahrungsanbau und Landwirtschaft bekannt zu machen und einen Ort der Kreativität und Inspiration zu schaffen. Mit diesem Garten möchten wir aktiv zu einer sozialen und ökologischen Verbesserung beitragen und damit Menschen zusammenbringen. In den eineinhalb Jahren, für die das Projekt geplant ist, soll hier in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Köniz ein Ort des Austausches und der Biodiversität entstehen. Mit einer möglichst grossen Vielfalt an Pflanzen und Techniken erhoffen wir uns, eine Oase für Pflanzen, Tiere und Menschen schaffen zu können.

Mitmachen

Natürlich dürfen alle den Garten beobachten oder auch selbst bei der Gartenarbeit mitanpacken. Besonders bei sonnigem Wetter werden wir oft im Permakulturgarten zu finden sein. Wenn du wissen möchtest, wann genau wir das nächste Mal im Schlosspark werken oder du Fragen zu diesem Projekt hast, dann darfst du dich gerne per Mail an uns wenden: klimastreikkoeniz@protonmail.ch.

*Was ist Permakultur?

Permakultur beschreibt eine Kreislaufwirtschaft und ist auf verschiedene Lebensbereichen anwendbar. Ihre drei Hauptprinzipien sind “earth care, people care and fair share”. Diese umfassen das Sorgetragen zur Erde (der Boden und die Ressourcen werden also nicht ausgenutzt), den sozialen Aspekt und den Konsumrückgang sowie dessen gerechte Verteilung. Häufig wird der Begriff beim Gärtnern und in der Landwirtschaft verwendet. Hier bedeutet der Name, dass mit minimalem Aufwand alle Komponenten möglichst optimal genutzt werden können und dadurch geschlossene Kreisläufe, wie sie auch in der Natur vorhanden sind, entstehen. Um einige Beispiele zu nennen: Pflanzen, die sich gegenseitig unterstützen, werden nebeneinander gepflanzt (Mischkultur). Ein beliebtes Beispiel sind Zwiebeln und Karotten oder auch Tomaten und Basilikum. Mais kann als Rankhilfe für Stangenbohnen dienen, die sich prima mit Kürbis ergänzen (Drei-Schwestern-Beet) und Kapuzinerkresse als Bodenbedecker hält die Feuchtigkeit im Boden und Schnecken fern. Zudem wird Grünschnitt gerne zum Mulchen der Pflanzen verwendet, was als Dünger dient und hilft, nackte Böden zu vermeiden. Mit diesen Techniken wird versucht, den Boden möglichst naturbelassen zu nutzen und ihn weiter aufzubauen anstatt auszulaugen.

Dank solcher Tricks kann auf syntetischen Dünger verzichtet werden und Insektizid ist unnötig. CO2 wird im Boden eingespeichert, die Bodenqualtiät wird verbessert und Insekten, Amphibien und Bodenbewohner werden Teil des Systems. Auch auf uns Menschen wirken sich solche Projekte positiv aus.

Permakultur ist weltweit im Aufschwung, was sicherlich damit zu tun hat, dass immer mehr Menschen merken: Wie bisher kann es nicht weitergehen. Wir müssen uns ändern sowohl in unserem Lebensstil wie auch in unserer Wertehaltung. Denn wie schon Permakulturbegründer Bill Mollison bemerkte: “Die einzige ethische Entscheidung ist es, Verantwortung für unsere Existenz und diejenige unserer Kinder zu tragen.”

Nächste Events

08

August

Clean-up

Treffpunkt am Bläuackerplatz (vor Restaurant Sternen) um 9:30

14

August

Sitzung Klimastreik Köniz

Rosenweg 23

05

September

offenes Podium

voraussichtlich Podiumsveranstaltung im Liebefeldpark um 17:00

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